05.09.2017 / Abstimmungen / /

„Jung gegen Alt“- Schlammschlacht zu welchem Zweck?

Eine grosse Stärke der Schweiz als sozialer Staat ist die AHV– die AHV, die seit Jahrzehnten den Anschluss an die gesellschaftlichen Veränderungen verpasst hat und nun weiterhin immer grössere Defizite aufweisen wird. Die Reaktionen auf diese Entwicklung hätten gestern kommen müssen. Doch lieber heute als morgen.

Unsere Regierung hat fünf Jahre lang an einer Altersreform gearbeitet, die einerseits die Umsetzung des Bundesgesetzes zur Durchführung der Reform sowie die Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer beinhaltet. Wie immer geht es im Abstimmungskampf aber nicht wirklich um Solidarität, sondern um eine ganz andere Frage: Was für Konsequenzen hat die Altersreform 2020 für mich selbst? Dass es absolut legitim ist, für seine Bedürfnisse einzustehen, steht nicht zur Debatte. Vielmehr muss man sich aber bewusst sein, dass die AHV ohne Reform ungebremst bergab donnern wird. Und das würde letztlich jede und jeden von uns, ob jung oder alt, weit mehr treffen.

 

Alle für einen und einer für…?

Für uns junge Mitbürgerinnen und Mitbürger ist diese Abstimmung zukunftsweisend. Und sie ist ein Spiegel unserer Wahrnehmung der Schweiz. Glauben wir noch an das System der gegenseitigen Unterstützung oder sind wir bereits so weit, dass wir einfach sagen: Das ist doch nicht mein Problem, wenn der/die nicht selber gespart hat (sparen konnte)! Denn das ist die Konsequenz, wenn die AHV in die Binsen geht.

Der Werkzeugkasten des Bundesrates und des Parlaments für die Umsetzung der Altersreform 2020 ist komplex und vielfältig. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer betrifft alle, die konsumieren und ist somit individuell steuerbar. Und dass das Rentenalter der Frauen in den nächsten Jahren schrittweise bis 65 erhöht werden soll, ist ein Teil eines gesunden, gesellschaftlichen Wandels. Natürlich fehlen auf dem harten Pflastersteinweg der Gleichberechtigung noch Steine. Doch viele sind auch bereits gelegt und weshalb sollte nicht ein weiterer, grosser Stein dazukommen?

Die Junge CVP Kanton Schwyz spricht sich einstimmig für die Altersreform 2020 aus. Es gibt viele Diskussionspunkte, doch unter dem Strich sind die Alternativen, gerade für die Jungen, nicht attraktiv. Wir wollen, dass unsere Gesellschaft weiterhin auf dem Solidaritätsprinzip fusst und das geht nur mit einer langsamen und nachhaltigen Sanierung der AHV.[1]

 

Vorausdenken geht

Die Ernährungssicherheit ist in unserem Land bis dato etwas, womit sich die Bürgerinnen und Bürger (zum Glück) nicht auseinandersetzten müssen. Doch auch die nächsten Generationen sollen sich bewusst, ökologisch und sorglos ernähren können. Deshalb empfiehlt die Junge CVP Kanton Schwyz, dem Gegenentwurf des Parlaments zur Ernährungssicherheit zuzustimmen.

[1] Informationen zur Altersreform 2020 und ihre Wirkung in den Medien: https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Rentenreform-AHV-Vorlage-NZZ-Echo-UBS [05.09.2017].