18.02.2014 / Allgemein / /

Blunschy neuer Präsident der JCVP Kanton Schwyz

Die Mitglieder der Jungen CVP Kanton Schwyz wählten am vergangenen Sonntag Dominik Blunschy zu ihrem neuen Präsidenten. Der erfahrene Jungpolitiker kehrt damit nach drei Jahren zurück an die Spitze der ambitionierten Jungpartei. Die vergangenen Abstimmungen zeigen, dass eine junge, gemässigte Mitte wichtiger ist denn je.

Regierungsrat Kurt Zibung umrahmt von den Vorstandsmitgliedern der Jungen CVP Kanton Schwyz.

Für einmal waren es nicht nur die Huskies, welche die Lodge im Muotathal bevölkerten. Mitglieder aus allen Kantonsteilen fanden am Sonntag, 16. Februar 2014 den Weg an die Generalversammlung. Der scheidende Präsident Matthias Schnyder konnte auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken.

Kantonsrat mit fraglichen Entscheidungen

Nachdem die Jungpartei aufgrund der finanziellen Schieflage des Kantons von der Weiterführung der Wohnrauminitiative absah, versuchte sie ihr Kernanliegen – die Förderung von zahlbarem Wohnraum – vergebens mittels Postulat zu erreichen. Die Junge CVP erwartet nun von den Gemeinden entsprechende Taten, zumal mit dem Baukasten des Bundesamts für Wohnungswesen eine praxistaugliche Hilfe existiert. Dass der Kantonsrat dringend eine Verjüngungskur bräuchte, zeigte sich in dessen Entscheidung, den Unterstützungsbeitrag für das Kinderparlament zu streichen. Die Junge CVP protestierte gemeinsam mit den Jungsozialisten gegen diesen unverständlichen Entscheid.

Zukunft von Morgen darf nicht tatenlos bleiben

Zum Bedauern der Mitglieder trat Schnyder aus beruflichen Gründen als Präsident zurück. Die JCVP bedankt sich für sein Engagement in den letzten beiden Jahren. Schnyder bleibt der Partei als Co-Vizepräsident erhalten; die weiteren Vorstandsmitglieder wurden bestätigt. Mit Dominik Blunschy, Ibach, konnte das Präsidentenamt mit dem Wunschkandidaten besetzt werden. Der Kantonsratskandidat von 2012 führte die Jungpartei bereits erfolgreich von 2009-2011. In seiner Antrittsrede verdeutlichte er die Wichtigkeit einer aktiven JCVP. Vor dem Hintergrund der angenommen Einwanderungsinitiative und der kommenden Mindestlohninitiative braucht es eine starke Mitte, um einerseits Verstaatlichung und andererseits Ausgrenzung zu verhindern. Zudem besteht bei der Mobilisierung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein erheblicher Nachholbedarf. So gehört die Förderung der Meinungsbildung durch die Schaffung geeigneter Plattformen zu den Hauptzielen des neuen Präsidenten.

Die fetten Jahre sind vorbei

Im Anschluss an die Generalversammlung informierte Regierungsrat Kurt Zibung die Anwesenden aus erster Hand über den aktuellen Staatshaushalt. Obwohl Schwyz dank tiefen Staatsausgaben pro Einwohner und schlanker Verwaltung zu den Musterknaben gehört,  bedarf es grosser Anstrengungen, um die Kantonsfinanzen zu sanieren. Zibung zeigte überzeugend die Dringlichkeit einer Steuergesetzrevision auf, damit der Staatshaushalt bis 2018 ausgeglichen ist. Mit Anpassungen auf der Ausgabenseite ist das strukturelle Defizit nicht zu lösen. Das Referat bestärkte die Mitglieder, weiterhin eine sachorientierte Politik zu betreiben – wie sie und ihre Mutterpartei dies seit Jahren praktizieren.

Die Bilder vom Anlass findest Du hier.