29.05.2014 / Allgemein / /

JCVP Schwyz für doppelten Pukelsheim

Der Kantonsrat soll nach Ansicht der Jungen CVP Kanton Schwyz künftig mittels doppeltem Pukelsheim gewählt werden. Denn nur dieses System berücksichtigt den legitimen Anspruch von Gemeinden und Parteien auf angemessene Repräsentation. Zudem haben Jungpolitikerinnen und Jungpolitiker in dieser speziellen Form des Proporzes endlich reale Wahlchancen.

Nachdem die Bundesversammlung das Wahlverfahren für den Kantonsrat im Frühling 2013 nicht gewährleistet hatte, hat der Regierungsrat nach einer ersten Auswertung die Vernehmlassung für zwei ausgearbeitete Wahlverfahren eröffnet: Jenes des doppelten Pukelsheim sowie des reinen Majorzes. Die Junge CVP hat sich in ihrer Stellungnahme an den Regierungsrat mit Nachdruck für das Verhältniswahlverfahren ausgesprochen.

Wahlsystem muss Gemeinden und Parteien berücksichtigen

Der Grund für diese Entscheidung ist demokratietheoretischer Natur. Nur das Proporzverfahren des doppelten Pukelsheim gewährleistet eine regional proportionale Vertretung im Parlament bei gleichzeitiger proportionaler Verteilung der Sitze auf die Parteien. Damit wahrt es die Interessen von Gemeinden und Parteien am besten. Gleichzeitig lehnt die Junge CVP ein reines Majorzverfahren mit nur einem Wahlgang und Nachrückautomatismus ab. Es widerspricht dem demokratietheoretischen Grundsatz „one man, one vote“. So ist es im Mehrheitswahlsystem durchaus möglich, dass die Mehrheit der Stimmenden in einem Einerwahlkreis von einem Kantonsrat vertreten werden soll, den sie und dessen Partei sie nicht gewählt haben.

Proporz steigert Wahlchancen für junge Erwachsene

Der doppelte Pukelsheim hat einen weiteren gewichtigen Vorteil: Jungpolitikerinnen und –Politiker haben eine reale Wahlchance: Einerseits können sie mit einem guten Listenplatz gefördert werden, andererseits ist das Wahlsystem attraktiv für Jugendlisten. Gerade in Schwyz ist eine Auffrischung des überalterten Kantonsparlamentes dringend notwendig. Unter dem Strich sprechen alle Argumente für die Einführung des doppelten Pukelsheim. Nur in diesem System widerspiegelt sich der Wille der Wählerschaft in der Zusammensetzung des Parlaments. Überdies hat sich dieses System in den Kantonen Zug, Nidwalden und Zürich bewährt. Es ist die gewünschte Modernisierung des altrechtlichen Proporzes.