31.05.2015 / Allgemein / /

JCVP und JUSO gemeinsam für Stipendieninitiative

Die Stipendienvergabe gleicht derzeit einem Lottospiel: Vergabekriterien und Höhe sind abhängig vom Wohnort und das Resultat finanzpolitischer Ränkespiele. JUSO und JCVP haben am Gästival in Schwyz die Bevölkerung auf diesen unhaltbaren Zustand aufmerksam gemacht und gemeinsam für die Initiative geworben.

Die Jungpolitikerinnen und -politiker von JCVP und JUSO werben am Gästival für die Stipendieninitiative.

Die Jungpolitikerinnen und -politiker von JCVP und JUSO werben am Gästival für die Stipendieninitiative.

Für die beiden Jungparteien ist klar, dass es im Schweizer Stipendienwesen eine Harmonisierung der Kriterien für die Vergabe von Ausbildungsbeiträgen braucht. Heute verhindern die unterschiedlichen Vergabekriterien und die stark abweichende Höhe von Stipendien die Chancengleichheit von Schweizer Studierenden. Je nach Wohnkanton können Studierende von höheren oder tieferen Stipendien profitieren. Eine Studentin aus dem Kanton Schwyz und ein Student aus dem Kanton Waadt erhalten beispielsweise unterschiedlich hohe Stipendien – auch wenn sie an derselben Universität studieren und die gleichen finanziellen Voraussetzungen mitbringen. Das Stipendienwesen ist deshalb unfair und bedarf einer Harmonisierung.

Stipendien stärken Wirtschaftsstandort Schweiz
Auch nach Annahme der Stipendieninitiative erhalten nur jene Personen Stipendien, die wirklich darauf angewiesen sind. Durch die Harmonisierung und die Gewährleistung, dass Stipendien eine Existenzgrundlage bieten, wird das System aber fairer und nachhaltiger. Ein Effekt, der auch positive Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort hat. Denn dem grassierenden Fachkräftemangel kann nur durch die Ausbildung von genügend inländischen Spezialisten begegnet werden. Dabei gilt es sofort zu handeln: nach der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative wird der Fachkräftemangel gar noch zunehmen. Eine simple aber effektive Lösung bietet die Stipendieninitiative: Künftig sollen keine Studierenden mehr aus finanziellen Gründen auf ein Studium verzichten, dieses abbrechen oder in die Länge ziehen müssen.

Mit Glücksrad für die Initiative
Aus diesen Gründen haben JUSO und JCVP in Schwyz für die Stipendieninitiative geworben. Mit einem Glücksrad mit den 26 Wappen der Kantone und entsprechenden Bezeichnungen zur jeweiligen Stipendienlage besuchten sie das Gästival in Schwyz und stiessen dabei auf grossen Zulauf. Die Teilnehmenden des Glücksspiels konnten, je nachdem, welchen Kanton sie erwischten, mehr oder weniger Stipendien in Form von „Schoggitalern“ entgegen nehmen.

Um dieser Benachteiligung vieler Studierenden Gegensteuer zu geben und Chancengleichheit für alle bieten zu können, empfehlen die beiden Jungparteien am 14. Juni die Annahme der Stipendien-initiative.