16.09.2016 / Allgemein / /

SVP verweigert politische Arbeit

Am vergangenen Montag, 12. September 2016, hätte an der Kantonsschule Kollegium Schwyz eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aller Jungparteien stattfinden sollen. Thema wären die Abstimmungsvorlagen vom 25. September gewesen mit Schwerpunkt auf der aktuell brennenden Steuergesetzrevision. Doch das Podium wurde in letzter Minute abgesagt, weil die SVP ihre Teilnahme verweigerte.

Der Termin war schon lange fixiert, ein Moderator organisiert, die Schulklassen eingeladen und Vertreter der Juso, JCVP, Jungfreisinnigen und JGLP hatten ihre Teilnahme bestätigt. Die Jungparteien bereiteten sich auf die anstehenden Diskussionen vor und die einzelnen Teilnehmer versuchten, sich die atypische Zeit für eine Podiumsdiskussion am Nachmittag freizuhalten.

Doch die JSVP, notabene wählerstärkste Jungpartei im Kanton Schwyz, stellte keine Teilnehmerin und keinen Teilnehmer zur Verfügung. Nach mehrmaliger Nachfrage mit negativer Antwort gelangte die Leitung der Kantonsschule auch an die Mutterpartei – die SVP des Kantons Schwyz. Doch auch die Mutterpartei wollte oder konnte niemanden für den politischen Diskurs zur Verfügung stellen und so musste die Kantonsschule das Podium kurzfristig absagen, da für eine ausgewogene Diskussion die wählerstärkste Jungpartei hätte teilnehmen müssen.

Jugend wird ignoriert

Die JSVP und mithin auch die Mutterpartei entziehen sich der Verantwortung, insbesondere an der Kantonsschule, die junge Generation für politische Themen zu sensibilisieren. Sie verweigern die politische Arbeit und den Diskurs. Dieses Verhalten ist leider symptomatisch für die kantonale JSVP, welche lediglich alle vier Jahre für die Wahlen aus dem Nichts auftaucht und zwischen den Wahljahren wieder im Nichts verschwindet. Politische Arbeit und Vertretung der Interessen der jüngeren Generation sehen wahrlich anders auch.