21.03.2017 / Allgemein / / ,

JCVP Schwyz gegen KESB-Paranoia

Kaum ins Leben gerufen, sollen sie wieder komplett auf den Kopf gestellt werden. Die erst vor rund vier Jahren geschaffenen kantonalen Ämter für „Kinder und Erwachsenenschutz“ KESB in Inner- und Ausserschwyz sehen sich mit einer Volksabstimmung zur Kompetenzverlagerung auf die Gemeinden konfrontiert.

Der Kantonsrat hat im vergangenen Dezember die Initiative „Keine Bevormundung der Bürger und Gemeinden“ deutlich abgelehnt – nun kommt sie am 21. Mai 2017 vor das Schwyzer Stimmvolk. Dabei geht es hauptsächlich darum, dass die Kompetenzen der KESB nicht mehr auf Kantons- sondern auf Gemeindeebene liegen sollen.
Der Grund für den Unmut der Initianten über die momentane Situation: Die KESB müsse „bürgernah“ sein, um sich den Problemen und Sorgen ihrer Schäfchen annehmen zu können. Die Frage, ob es wirklich förderlich ist, die Objektivität der Fachkräfte durch eine nähere Beziehung zu ihrer Klientel zu trüben, sei dahingestellt. Viel wichtiger ist zu klären, was sich durch die Initiative verändern würde – oder eben nicht.

Schwieriger Anfang endlich geschafft – für nichts?

Die Gründung einer neuen Behörde ist nicht ganz einfach und lief auch bei der KESB nicht aalglatt. KR Matthias Kessler begründete an der Kantonsratssession vom 14. Dezember 2016 diesen Umstand mit der Tatsache, dass die beiden Ämter der KESB in Inner- und Ausserschwyz viele pendente Fälle der Vormundschaftsbehörden übernehmen mussten und deshalb in Arbeit versanken. Soll diese Arbeit umsonst gewesen sein und das Spiel wieder von vorne beginnen?

Der harzige Anfang konnte gemeistert werden und seit ihrer Gründung hat die KESB Leben gerettet, sich um Hilfsbedürftige gekümmert – eben ihren Job gemacht. Die Initiative bringt diese nun eingependelte Situation wieder in wilde Fahrtwasser und provoziert einen Haufen neuer Probleme: Umwälzung der Kosten auf die Gemeinden, Fachkräftemangel, pendente Fälle bleiben wieder liegen und zu guter Letzt sind die Leidtragenden wieder diejenigen, die unsere Hilfe bitter nötig hätten.

KESB Riemenstalden?
Bleibt noch zu sagen, dass viele Gemeinden mit einer solchen Aufgabe überfordert wären und diese Verantwortung gar nicht tragen wollen. Als Lösung würden sich wohl neue überkommunale Behörden bilden, was sich von der aktuellen Situation nicht wirklich unterscheidet. So würde die Initiative nur unnötige Kosten und Bürokratie verursachen, statt tatsächliche Probleme anzugehen.

Deshalb hat die Junge CVP Kanton Schwyz einstimmig die NEIN-Parole zur Volksinitiative „Keine Bevormundung der Bürger und Gemeinden“ beschlossen. Die Angstverbreitung, das Streuen von Unsicherheit auf dem Fundament von Einzelfällen ist pure Hetzerei und somit ein gefundenes Fressen für die Parteien, die nur mit Emotionen und nicht mit sachlichen Argumenten um sich schiessen.