30.08.2018 / Allgemein / /

JCVP Kanton Schwyz spricht sich für Velowege und gegen Agrar-Initiativen aus

Thematisch passen die aktuellen Abstimmungsvorlagen zum gesunden Lebenswandel vieler Schwyzerinnen und Schwyzer: Ernährung und Bewegung. Einerseits sollen unsere Lebensmittel fairer und andererseits das Velo als Fortbewegungsmittel gefördert werden. Die JCVP Kanton Schwyz hat kürzlich ihre Parolen für die kommenden Abstimmungen gefasst.

Die beiden Volksinitiativen zum Thema ökologische, einheimische und faire Lebensmittel sorgten inner-halb der Jungen CVP Kanton Schwyz für anregende Diskussionen. Fair und bezahlbar – wäre das mög-lich?

Pro Landwirtschaft – und Konsument?
Die Volksinitiative «Ernährungssouveränität» verspricht eine vom Ausland unabhängige, starke Schwei-zer Landwirtschaft. Sie soll für Lebensmittel sorgen, deren Anbau streng kontrolliert wird und ohne unnö-tige Substanzen auskommt. Zudem soll transparenter werden, wie die Preise für die Produkte gestaltet werden. Die Schweizerinnen und Schweizer sollen angeregt werden, regional zu kaufen. Die Junge CVP Kanton Schwyz war sich einig: Die Idee, die einheimische Landwirtschaft zu fördern, muss weiterhin ein politisches Ziel sein. Doch die Initiative vernachlässigt dabei wichtige Eckpfeiler unserer Nation. Sie ist unbeweglich und könnte für die Konsumenten durch zu hohe Preise eine grosse Herausforderung dar-stellen. Die heutigen Lebensmittelpreise in der Schweiz treiben einkommensschwache Bürgerinnen und Bürger bereits heute dazu, im Ausland ihre Lebensmittel zu beziehen. Zudem werden wichtige Handels-abkommen gefährdet und auch wenn wir uns einschränken und nur saisonal essen – können wir unse-ren Bedarf decken? Wir würden zurückgehen zur Planwirtschaft, was wiederum keine Innovation zu-lässt.
Obwohl die Idee gefällt: Die Junge CVP Kanton Schwyz empfiehlt einstimmig, die Volksinitiative für Er-nährungssouveränität abzulehnen.

«Fair Food» – Initiative
Viele bereits oben erwähnte Punkte gelten auch für diese Volksinitiative. Die Junge CVP Kanton Schwyz sieht vor allem einkommensschwache Teile der Bevölkerung als grosse Verlierer bei einer Annahme. Zudem gibt es bei dieser Initiative ein weiteres grosses Problem. Die Überprüfung unserer Standards (die notabene der Bund festlegen würde) wäre ein extremer Aufwand. Auch ist unklar, ob Grossvertrei-ber ihre Richtlinien extra für die Schweiz ändern würden. Und das würde wiederum zu weniger Auswahl führen. Fazit: Entweder können wir nur schwer kontrollieren, ob jeder Händler unseren Ansprüchen ge-nügt, oder wir können die Produkte gar nicht importieren. Zudem werden unsere Bauern mit weiteren Auflagen und Hürden belastet.
Auch hier findet die Junge CVP Kanton Schwyz den Grundgedanken gut. Doch die Jungpartei empfiehlt auch diese Initiative zur Ablehnung.

Velowege auf Vormarsch
Den Bundesbeschluss über die Velowege sowie Fuss- und Wanderwege hingegen empfiehlt die Junge CVP Kanton Schwyz einstimmig zur Annahme. Die Verankerung der Velowege in der Verfassung er-laubt es dem Bund, entsprechende Ausgaben der Kantone finanziell abzufedern und die Koordination zu übernehmen. Doch die Hoheitsgewalt bleibt bei den Kantonen und Gemeinden. Die Umsetzung ist ein-fach und relativ günstig, dürfte aber direkt einen positiven Effekt haben. Sichere Velowege bedeutet mehr Sicherheit für alle, die auf den Zweirädern unterwegs sind.